Forum der Schiedsrichterkommission

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 Betreff des Beitrags: Fischer Bedenkzeit und DGT 2000!!!
BeitragVerfasst: 17.03.2012, 23:56 
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Ich habe für euch, die FIDE bzw. den deutschen Schachbund einen unbezahlbaren Tipp!!!

Man kann auch die DGT 2000 bei Fischer Bedenkzeit (Kurz, Lang) verwenden. Und das bei ausgeschaltetem Zugzähler!
Die DGT 2000 funktioniert ja bei Zugzähler 0 nicht. Wenn man den Zugzähler auf 1 stellt, schaltet die Uhr korrekt in die nächste Zeitkontrolle um. Der Zugzähler ist zwar bei 1, aber er greift nicht in die Partie ein! Selbst wenn einer vergisst auf die Uhr zu drücken, macht das nichts. Entweder man ist noch im 1. Zug (der Spieler würde korrekt verlieren) oder man hat die Zügezahl von 1 überschritten und die Uhr schaltet korrekt um.
Demnach könnte man auch die DGT 2000 bei Fischer Zeit verwenden. Aber dann hätte DGT-Projects keine neuen DGT Uhren verkauft. Ich vermute dass die FIDE ja das so haben wollte, dass DGT-Projects neue Uhren verkaufen kann.
Kann man übrigens bei jeder digitalen Schachuhr anwenden wo die Uhr nicht auf die 2. Zeitkontrolle umspringt.

Ist doch ein unbezahlbarer Tipp oder?

Gruß
Alexander


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BeitragVerfasst: 18.03.2012, 11:07 
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Habe es jetzt noch nicht ausprobiert, aber die Uhr müsste dann schon nach einem Zug in die nächste Zeitperiode springen, oder?!
Laut damaliger Aussage von DGT gibt es keine Möglichkeit, die Uhr zu "manipulieren" und in ein regelkonformes Laufen beim Fischer-Modus zu zwingen!

_________________
Gruß, Peter

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BeitragVerfasst: 18.03.2012, 17:26 
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Zitat:
Habe es jetzt noch nicht ausprobiert, aber die Uhr müsste dann schon nach einem Zug in die nächste Zeitperiode springen, oder?!


Ich habe es ausprobiert. Die springt tatsächlich nach dem ersten Zug um. Ich dachte, ich hätte eine DGT 2000 gehabt wo das ging?
Bei meiner DGT 2000 Olympiade/Topmatch geht es nicht. Da habe ich mich wohl getäuscht. Schade! Es kann sein, dass es eine Mephisto Saitek Clock II war. Da geht es nämlich. Ok es geht wirklich nicht. Sorry für den Post!

:?: :?: :? :?: :?:

Gruß
Alexander


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BeitragVerfasst: 19.03.2012, 08:46 
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Was denn, das Ganze ist nur ein Witz?
Eigentlich ist es ja noch 2 Wochen hin bis zum 1.April ...


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BeitragVerfasst: 19.03.2012, 21:03 
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Zitat:
Was denn, das Ganze ist nur ein Witz?
Eigentlich ist es ja noch 2 Wochen hin bis zum 1.April ...
Nein, das sollte kein Witz sein.
Ich dachte wirklich, dass die bei Fischerzeit funktionieren würde. Ich weiß bloß nicht mehr wie ich da drauf gekommen bin. Besitze eine DGT 2000 Olympiade/Topmatch und habe die damals schon mal getestet. Irgendwie bin ich da der Meinung gewesen dass das funktioniert hat.
Sorry, mein Fehler! Warscheinlich, dachte ich, weil es bei der Mephisto Saitek Clock II geht, dass es auch bei der DGT 2000 geht (ohne es vorher getestet zu haben?). Ich weiß wirklich nicht mehr, wie ich da drauf gekommen bin, dass das bei der DGT 2000 geht? Das muss ich nochmal genauer prüfen. Irgendwas war da...! Im Schachverein haben wir auch eine DGT 2000.

Edit: Jetzt weiß ich wieder wie ich da drauf gekommen bin!

Ich wusste, dass die Uhr bei Zugzähler 0 stehen bleibt bzw. nicht umspringt! Deswegen kam ich auf die Idee den Zugzähler auf 1 zu stellen (da springt die Uhr dann um). Leider addiert die Uhr bereits nach einem Zug die Restzeit hinzu (habe die Uhr vorher nicht getestet bzw. testen können). So entstand dieser Irrtum.

:oops: :| :oops:

Gruß
Alexander


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BeitragVerfasst: 08.08.2012, 20:22 
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BeitragVerfasst: 28.11.2012, 17:31 
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Alter Wein in altem Schlauch oder doch alles anders?

Wenn ich es richtig sehe, ist die DGT 2000 wegen ihres bekannten Mangels beim Fischer-Modus weder für die 1. noch für die 2. Bundesliga inklusive einiger Oberligen (vermutlich sogar alle) nicht zugelassen. Das ist deshalb so, weil der Fischer-Modus dieser Uhr nicht den FIDE-Regeln entspricht, die nach Art. 6.2.a und 6.3 die Prüfung, ob 40 Züge erreicht sind erst erlaubt, wenn bei einem Spieler die Bedenkzeit für die erste Periode abgelaufen ist. Die DGT2000 nimmt im Fischer-Modus jedoch genau diese Prüfung vorweg, indem sie in die zweite Zeitperiode wechselt, sobald 40 Züge erreicht sind (Grund: Der Zugzähler lässt sich nicht abstellen). Soweit alles bekannt - dachte ich.

Jetzt habe ich jedoch auch von Schiedsrichter-Seite gehört, dass dies alles nur Auslegungssache sei und die DGT2000 doch für die beiden Bundesligen erlaubt sei. Noch habe ich bis jetzt keine dort im Einsatz gesehen, aber ich denke, auch wenn Schiris so etwas sagen, müsste das doch kalter Kaffee von vorgestern sein, oder?

_________________
Live chessed and proper!


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BeitragVerfasst: 28.11.2012, 18:06 
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Also...
Es ist so (mein letzter Stand). In der ersten Bundesliga ist die XL eh obligatorisch, wegen der Liveübertragung.

Es ist in soweit Fakt, dass die DGT 2000 nicht gegen irgendwelche Regeln verstößt. Zumindest wird das von Seiten der FIDE und eben auch einigen Schiedsrichtern so gesehen.
Es ist aber auch so, dass nach der Auslegung des DSB die Uhr eben doch nicht regelkonform läuft. Daher ist die DGT2000 in allen Ligen, die dem DSB Unterstehen verboten.

Grüße Daniel


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BeitragVerfasst: 28.11.2012, 22:12 
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dfuchs hat geschrieben:
Es ist in soweit Fakt, dass die DGT 2000 nicht gegen irgendwelche Regeln verstößt.


Ob ein Regelverstoß vorliegt, hängt davon ab, welche Rechtsauffassung man vertritt. Mit "Fakten" hat das nichts zu tun. Wer hier von einem "Fakt" spricht, erweckt den Eindruck, dass ihm der Unterschied zwischen TATSACHE und RECHTSAUFFASSUNG nicht geläufig ist.

dfuchs hat geschrieben:
Zumindest wird das von Seiten der FIDE und eben auch einigen Schiedsrichtern so gesehen.


"Die FIDE" hat keine Augen und kann folglich auch nichts sehen. Man müsste schon konkretisieren, welches Organ, welcher Amtsträger diese Ansicht vertritt und warum die Uhr etwas tun dürfen soll, was allen anderen - den Schiedsrichter (!) eingeschlossen - qua Regeln verwehrt ist, nämlich dem Spieler Gewissheit über die Zügezahl zu verschaffen.

dfuchs hat geschrieben:
Es ist aber auch so, dass nach der Auslegung des DSB die Uhr eben doch nicht regelkonform läuft. Daher ist die DGT2000 in allen Ligen, die dem DSB Unterstehen verboten.


Nach Auffassung der Schiedsrichterkommission.


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BeitragVerfasst: 29.11.2012, 11:34 
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Ich ignoriere einfach mal die Korintenkackerei am Anfang und komme zu dem diskussionswürdigen Punkt.

Die Schachuhr gibt eben keine Gewissheit über die Zügezahl, sie darf aber anzeigen, wie viele Züge nach "Meinung" der Uhr gespielt sind. Grundlage dafür sind tatsächlich die FIDE-Regeln.
Zitat:
6.14 Projektionsleinwände, Bildschirme oder Demonstrationsbretter, welche die aktuelle Stellung auf dem Schachbrett, die Züge und die Anzahl der gespielten Züge zeigen, sowie die Uhren, die auch die Zügezahl anzeigen, sind im Turniersaal erlaubt. Jedoch darf ein Spieler einen Anspruch nicht nur auf Informationen stützen, die auf derartigen Anzeigen beruhen.


Grüße Daniel


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BeitragVerfasst: 29.11.2012, 17:24 
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Das Problem ist einfach das, dass die Uhr nicht unbedingt die tatsächlich ausgeführten (und abgeschlossenen) Züge anzeigt, sondern wie oft sie "gedrückt" wurde. Da gibt es das sogen. "Zurückdrücken" genau so wie das "vergessene" Drücken nach Ausführen eines Zuges.
Ähnlich verhält es sich mit dem Aufschreiben der Züge auf dem Formular. Immer wieder -vor allem in Zeitnot- werden da einfach Züge nicht ordnungsgemäß notiert. Mitunter ist es so schlimm, dass selbst eine Rekonstruktion der Partie kaum möglich ist.
Als 100%-Beweis für die tatsächliche Anzahl der Züge taugt daher weder der Zugzähler der Uhr, noch das Partieformular.


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